Habe ich ADHS – oder steckt etwas anderes dahinter?

Headshot von Svenja Adamek

Diplom-Psychologin & Psychotherapeutin mit Schwerpunkt Verhaltenstherapie

Psychologische Onlineberatung

Du verlierst ständig den Faden, schiebst Dinge auf, bis es brennt, und kommst innerlich kaum zur Ruhe. Dann scrollst du abends durch TikTok oder Instagram und denkst: Das bin ja ich. Habe ich etwa ADHS? Die Antwort ist oft nicht so eindeutig, wie ein 30-Sekunden-Video vermuten lässt. In diesem Artikel erfährst du, welche psychischen Erkrankungen ADHS ähneln – von Depression bis Autismus – und vor allem wie du mehr Klarheit für dich gewinnen kannst.

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ADHS ist in den letzten Jahren sichtbar geworden wie nie zuvor. Auf Social Media teilen Betroffene ihren Alltag, und viele erkennen sich darin zum ersten Mal wieder. Das ist ein echter Fortschritt: Es baut Stigma ab und führt dazu, dass ADHS bei Erwachsenen häufiger erkannt wird.

Vor allem Frauen profitieren davon. Denn lange galt ADHS als Thema zappeliger Jungen, die im Unterricht nicht stillsitzen können. Die eher stille, verträumte Form, die bei Mädchen häufiger vorkommt, blieb dagegen oft unerkannt – und wird heute erst im Erwachsenenalter entdeckt.

Gleichzeitig sind viele ADHS-Symptome im Alltag weit verbreitet. Jede:r verlegt mal den Schlüssel, schiebt unangenehme Aufgaben vor sich her oder ist abends innerlich aufgedreht. Kurze Clips zeigen typische Momente, aber nicht das Gesamtbild: wie lange, wie stark und wie umfassend die Schwierigkeiten sind. Deshalb finden sich darin auch Menschen wieder, die kein ADHS haben.

Dazu kommt etwas sehr Menschliches: der Wunsch nach einer Erklärung. Wenn du dich schon lange „anders“ fühlst und dir vieles schwerer fällt als anderen, kann eine Diagnose enorm entlasten. Gerade bei einer Neurodivergenz wie ADHS, bei der die Biologie eine große Rolle spielt, verstehen viele zum ersten Mal: Es liegt nicht an mangelnder Disziplin. Das kann Selbstvorwürfe lösen und mehr Selbstakzeptanz möglich machen.

Manche haben dabei aber auch einen beklemmenden Gedanken im Hinterkopf: „Wenn es nicht ADHS ist, dann bin ich ja das Problem.“ Das stimmt nicht. Auch eine Depression, eine Angststörung oder die Folgen belastender Erfahrungen hast du dir nicht ausgesucht. Und auch sie lassen sich gut behandeln – nur eben anders.

Genau deshalb lohnt sich ein genauer Blick. Denn mehrere psychische Erkrankungen können sich ähnlich anfühlen wie ADHS und sollten bei der Abklärung immer mitgedacht werden.


Was ADHS von anderen Ursachen unterscheidet

Bei der Abgrenzung kommt es nicht nur darauf an, welche Symptome du hast. Mindestens genauso wichtig ist, seit wann sie auftreten und wie sie sich auf dein Leben auswirken. Welche Symptome typisch für ADHS bei Erwachsenen sind, habe ich ausführlich in meinem Artikel zur ADHS-Therapie für Erwachsene beschrieben.

Für ADHS spricht, wenn die Schwierigkeiten

  • schon in der Kindheit da waren – ADHS entsteht nicht erst im Erwachsenenalter,
  • dauerhaft bestehen und nicht nur in bestimmten Phasen auftreten,
  • in mehreren Lebensbereichen spürbar sind, etwa im Job, im Haushalt und in Beziehungen,
  • deinen Alltag deutlich beeinträchtigen,
  • sich nicht besser durch eine andere Erkrankung erklären lassen.
 

Viele andere psychische Erkrankungen verlaufen dagegen anders: Sie beginnen später, kommen in Phasen oder hängen stark an bestimmten Situationen. Genau dieser Unterschied ist der Schlüssel für die folgenden Abschnitte.

Zu jeder Erkrankung findest du eine Leitfrage, mit der du für dich reflektieren kannst. Sie ersetzt keine Diagnostik, kann dir aber helfen, deine eigene Situation besser einzuordnen.


ADHS oder Depression?

Bei einer Depression kommen Konzentrationsprobleme meist mit der gedrückten Stimmung – und gehen auch wieder mit ihr. Bei ADHS sind sie schon lange da, auch in guten Zeiten.

Die Überschneidungen sind groß: Beide können mit Antriebsmangel, Vergesslichkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, Reizbarkeit und einem Leistungsabfall einhergehen. Von außen – und manchmal auch von innen – sieht das oft gleich aus.

Eher für eine Depression spricht, wenn

  • deine Stimmung über Wochen gedrückt ist oder dir Dinge keine Freude mehr machen, die dir früher wichtig waren,
  • du dich tief erschöpft fühlst und auch Schlaf daran wenig ändert,
  • Schuldgefühle, Hoffnungslosigkeit oder harte Selbstabwertung im Vordergrund stehen,
  • es einen erkennbaren Beginn gibt – nach dem Motto: „Früher lief es eigentlich.“

 

Leitfrage für dich: Wie war deine Konzentration in Zeiten, in denen es dir richtig gut ging?

Wichtig: Eine Depression schließt ADHS nicht aus. Viele Menschen mit ADHS entwickeln im Laufe ihres Lebens eine Depression – oft als Folge jahrelanger Überforderung und Selbstkritik. Mehr dazu, wie eine Depression entsteht und behandelt wird, liest du auf meiner Seite zu Depression.


ADHS oder Angststörung?

Bei einer Angststörung wird die Aufmerksamkeit vor allem von Sorgen und Anspannung gebunden. Bei ADHS springt sie auch dann, wenn gerade gar nichts Bedrohliches los ist.

Ob generalisierte Angststörung, Panikstörung oder soziale Angst: Innere Unruhe, Gedankenkreisen, Schlafprobleme und Überforderung können sich stark nach ADHS anfühlen. Wer ständig im Hinterkopf mit „Was, wenn …?“ beschäftigt ist, hat schlicht wenig Kapazität für anderes.

Eher für eine Angststörung spricht, wenn

  • dich Sorgen oder Grübeln den größten Teil des Tages begleiten,
  • du mit körperlichen Angstsymptomen sehr vertraut bist, etwa Herzklopfen, Anspannung oder Atemnot,
  • du bestimmte Situationen vermeidest, weil sie Angst auslösen,
  • deine Konzentration vor allem in angstbesetzten Situationen einbricht.

 

Leitfrage für dich: Bist du auch dann abgelenkt, wenn du entspannt bist und dir gerade keine Sorgen machst?

Angststörungen gehören zu den häufigsten Begleiterkrankungen von ADHS und können die Symptome zusätzlich verstärken. Mehr dazu findest du auf meiner Seite zu Angststörungen.


ADHS oder bipolare Störung?

Eine bipolare Störung verläuft in Phasen, in denen sich Stimmung und Antrieb deutlich verändern. Bei ADHS bestehen die Schwierigkeiten dagegen dauerhaft, unabhängig von der Stimmungslage.

Vor allem in Phasen, in denen Energie und Antrieb krankhaft gesteigert sind – in der Fachsprache Manie oder, in abgeschwächter Form, Hypomanie – kann eine bipolare Störung wie ADHS wirken: Betroffene sind sehr aktiv, reden viel, sind leicht ablenkbar und handeln impulsiv. Diese Phasen wechseln sich mit depressiven Phasen ab.

Eher für eine bipolare Störung spricht, wenn

  • es klar abgegrenzte Phasen gibt, in denen du vor Energie kaum zu bremsen bist,
  • deine Stimmung in diesen Phasen ungewöhnlich gehoben oder gereizt ist,
  • du dann kaum Schlaf brauchst und dich trotzdem nicht müde fühlst,
  • du dich in diesen Zeiten überschätzt oder riskante Entscheidungen triffst, die du hinterher bereust,
  • du auch ausgesprochen depressive Phasen kennst.

 

Leitfrage für dich: Kannst du benennen, wann solche Phasen angefangen und wieder aufgehört haben – oder ist die Unruhe eigentlich immer da?

Die Unterscheidung ist hier besonders wichtig, weil sich die Behandlung deutlich unterscheidet. Gleichzeitig können auch eine bipolare Störung und ADHS gemeinsam bestehen.


ADHS oder Trauma bzw. PTBS?

Traumafolgestörungen entstehen nach extrem bedrohlichen Erlebnissen oder durch wiederholte Erfahrungen von Unsicherheit, Vernachlässigung oder Gewalt in engen Beziehungen, etwa in der Kindheit (Bindungstrauma). ADHS-Symptome sind dagegen unabhängig von Traumata da. Doch wenn traumatische Erfahrungen bzw. Bindungstraumata schon in der Kindheit passiert sind, ist der Beginn kaum noch zeitlich zu trennen.

Trauma verändert, wie das Nervensystem auf die Welt reagiert. Das kann Aufmerksamkeit, Gedächtnis, Emotionsregulation und Selbststeuerung stark beeinträchtigen. Konzentrationsprobleme, innere Unruhe, Reizbarkeit, Schlafstörungen und Impulsivität können deshalb bei beiden auftreten. Sogar das typische „Abschalten“ kann sich ähneln: Was wie verträumte Unaufmerksamkeit aussieht, kann auch ein Moment sein, in dem man innerlich wegdriftet, um sich zu schützen (Dissoziation).

Eher für eine Traumafolgestörung spricht, wenn

  • die Beschwerden nach traumatischen Erlebnissen begonnen oder deutlich zugenommen haben,
  • dich überwältigende Erinnerungen, Flashbacks oder Albträume begleiten,
  • du bestimmte Orte, Gespräche oder Gedanken vermeidest, die mit dem Trauma verbunden sind,
  • du ständig auf der Hut bist und dich leicht erschreckst,
  • bestimmte Auslöser (Trigger) sehr starke Reaktionen hervorrufen.

 

Leitfrage für dich: Waren deine Konzentrationsprobleme schon da, bevor das Trauma passiert ist?

Trauma kann ADHS-Symptome verstärken und die Diagnostik erschweren. Beides kann aber auch nebeneinander bestehen. Mehr über Trauma und wie eine zeitgemäße Behandlung aussieht, liest du in meinem Artikel zur Traumatherapie.


ADHS oder Borderline?

Sowohl ADHS als auch die emotional instabile Persönlichkeitsstörung (Borderline) gehen mit Impulsivität und sehr intensiven Gefühlen einher. Der Unterschied: Borderline ist im Kern eine Störung der Emotionsregulation. Auch bei ADHS fällt es oft schwer, Gefühle zu regulieren – im Kern geht es aber um Aufmerksamkeit, Organisation und Zeit.

Die Überschneidungen sind hier besonders groß: schnelle Stimmungswechsel, Reizbarkeit, Konflikte, Selbstwertprobleme und impulsives Handeln. Auch Selbstverletzung oder Suizidgedanken können bei beiden vorkommen.

Eher für eine Borderline-Persönlichkeitsstörung spricht, wenn

  • du große Angst hast, verlassen zu werden,
  • deine Beziehungen sehr intensiv und instabil sind und zwischen Idealisierung und Abwertung schwanken,
  • du ein chronisches Gefühl innerer Leere kennst,
  • dein Bild von dir selbst sehr unsicher ist oder stark wechselt,
  • deine Gefühle vor allem bei Beziehungskonflikten überkochen.

 

Leitfrage für dich: Kippen deine Gefühle vor allem, wenn es in Beziehungen kriselt – oder auch beim Warten an der Kasse oder bei langweiligen Aufgaben?

ADHS und Borderline können gleichzeitig vorkommen. Hier braucht es deshalb eine besonders sorgfältige Anamnese.

Wenn es dir gerade nicht gut geht: Hast du Gedanken, dir etwas anzutun, musst du damit nicht allein bleiben. Die Telefonseelsorge ist rund um die Uhr kostenlos und anonym erreichbar unter 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222. In akuten Notfällen wähle die 112.


ADHS oder Autismus?

ADHS und Autismus sind beides Neuroentwicklungsbesonderheiten und treten häufig gemeinsam auf. Der Unterschied liegt oft im Warum hinter einem ähnlichen Verhalten.

Beide können mit Schwierigkeiten in Organisation und Alltag, Reizempfindlichkeit, sozialen Missverständnissen, Überforderung und intensiven Interessen einhergehen. Bei ADHS entstehen soziale Missverständnisse häufig durch Unterbrechen, Vergessen oder Abschweifen. Bei Autismus sind eher die unausgesprochenen Regeln der Kommunikation schwer zu entschlüsseln.

Eher für Autismus spricht, wenn

  • dir soziale Signale und Regeln schon seit früher Kindheit schwerfallen,
  • du ein starkes Bedürfnis nach Routinen hast und Veränderungen dich sehr belasten,
  • du eng umgrenzte, sehr intensive Spezialinteressen hast,
  • Geräusche, Licht oder bestimmte Stoffe dich deutlich überfordern.

 

Leitfrage für dich: Brauchst du Abwechslung und Neues, um dich lebendig zu fühlen – oder gibt dir Gleichbleibendes Sicherheit? Menschen mit ADHS suchen eher Neues und langweilen sich schnell. Bei Autismus wirken Vorhersagbarkeit und feste Abläufe dagegen meist beruhigend.


Weitere mögliche Ursachen

Nicht immer steckt eine psychische Erkrankung hinter Konzentrationsproblemen und innerer Unruhe. Auch diese Faktoren können ADHS-ähnliche Beschwerden auslösen oder verstärken:

  • Schlafmangel oder Schlafstörungen,
  • Alkohol, Drogen oder bestimmte Medikamente,
  • körperliche Ursachen wie eine Schilddrüsenüberfunktion oder Eisenmangel,
  • hormonelle Umstellungen, etwa in den Wechseljahren,
  • neurologische Erkrankungen oder die Folgen einer Hirnverletzung,
  • chronische Überlastung,
  • eine nie erkannte Lese-Rechtschreib- oder Rechenschwäche (Legasthenie, Dyskalkulie).

 

Deshalb gehört zu einer gründlichen Abklärung auch ein Check in deiner Hausarztpraxis.


Wenn ADHS und eine weitere Erkrankung zusammentreffen

Bei Erwachsenen tritt ADHS nur selten ganz allein auf. Die Frage ist deshalb oft nicht nur „ADHS oder etwas anderes?“, sondern auch: „Was davon ist ADHS – und was kommt noch dazu?“

Zu den häufigsten Begleiterkrankungen gehören Depressionen, Angststörungen, bipolare Störungen, Persönlichkeitsstörungen und Suchterkrankungen. Das ist kein Zufall: Wer sich über Jahre überfordert fühlt, immer wieder an den eigenen Ansprüchen scheitert oder sich selbst für „zu chaotisch“ hält, entwickelt leichter eine Depression oder Ängste. Und manche versuchen, die innere Unruhe mit Alkohol oder Cannabis zu dämpfen.

Für dich bedeutet das zweierlei. Erstens können sich die Symptome gegenseitig überlagern: Eine Depression kann ADHS verdecken und umgekehrt. Zweitens kommt es bei der Behandlung auf die Reihenfolge an. Oft wird zuerst das angegangen, was dich gerade am stärksten belastet.


Die wichtigsten Unterschiede auf einen Blick

Erkrankung

Typischer Verlauf

Was im Mittelpunkt steht

ADHS

seit der Kindheit, dauerhaft

Aufmerksamkeit, Organisation, Impulsivität

Depression

in Episoden, oft mit klarem Beginn

gedrückte Stimmung, Erschöpfung, Interessenverlust

Angststörung

situationsabhängig oder anhaltend

Sorgen, körperliche Angst, Vermeidung

Bipolare Störung

in Phasen über Tage bis Wochen

deutlich veränderte Stimmung und Energie

Trauma / PTBS

nach traumatischen Erlebnissen

Erinnerungen, Trigger, ständige Alarmbereitschaft

Borderline

dauerhaft, stark beziehungsabhängig

intensive Gefühle und Gefühlsschwankungen

Autismus

seit früher Kindheit, dauerhaft

soziale Kommunikation, Routinen, Schwierigkeiten in der Reizverarbeitung

  • ADHS: seit der Kindheit, dauerhaft. Im Mittelpunkt: Aufmerksamkeit, Organisation, Impulsivität.
  • Depression: in Episoden, oft mit klarem Beginn. Im Mittelpunkt: gedrückte Stimmung, Erschöpfung, Interessenverlust.
  • Angststörung: situationsabhängig oder anhaltend. Im Mittelpunkt: Sorgen, körperliche Angst, Vermeidung.
  • Bipolare Störung: in Phasen über Tage bis Wochen. Im Mittelpunkt: deutlich veränderte Stimmung und Energie.
  • Trauma / PTBS: nach traumatischen Erlebnissen. Im Mittelpunkt: Erinnerungen, Trigger, ständige Alarmbereitschaft.
  • Borderline: dauerhaft, stark beziehungsabhängig. Im Mittelpunkt: intensive Gefühle und Gefühlsschwankungen.
  • Autismus: seit früher Kindheit, dauerhaft. Im Mittelpunkt: soziale Kommunikation, Routinen, Schwierigkeiten in der Reizverarbeitung.


Wie Diagnostik Klarheit schafft

Ob ADHS, etwas anderes oder beides vorliegt, lässt sich durch eine professionelle Diagnostik klären. Online-Selbsttests und Videos können einen ersten Anhaltspunkt geben, ersetzen sie aber nicht.

Bei einer guten Diagnostik geht es nicht nur um deine aktuellen Beschwerden. Ebenso wichtig sind deine Lebensgeschichte und die Frage, wie sich die Schwierigkeiten über die Jahre entwickelt haben. Dafür werden mehrere Bausteine zusammengeführt:

  • das, was du im ausführlichen Gespräch schilderst,
  • standardisierte Fragebögen,
  • wenn möglich Hinweise aus deiner Kindheit, etwa alte Zeugnisse oder Berichte von Angehörigen,
  • der klinische Eindruck der Diagnostikerin oder des Diagnostikers,
  • eine hausärztliche Abklärung körperlicher Ursachen.

 

Dabei werden alle Erkrankungen, die du in diesem Artikel kennengelernt hast, systematisch mitgeprüft.


Fazit: Eine Diagnose ist ein Werkzeug, keine Identität

Wenn du dich fragst, ob du ADHS hast, ist das ein guter erster Schritt. Denn dahinter steckt der Wunsch, dich selbst besser zu verstehen. Gleichzeitig können sich ganz unterschiedliche Erkrankungen ähnlich anfühlen – und nicht selten kommt mehreres zusammen.

Wir machen Diagnostik, um gut behandeln zu können. Eine Diagnose kann entlasten, Orientierung geben und die richtigen Behandlungswege öffnen. Sie beschreibt aber nicht, wer du bist. Deshalb ist es mir wichtig, nicht bei einem Etikett stehen zu bleiben, sondern genau hinzuschauen: Was fällt dir schwer? Wo leidest du am meisten? Und was brauchst du, damit es leichter wird? Daraus lassen sich gezielte Schritte ableiten, die wirklich zu dir passen.


Ich begleite dich auf dem Weg zu mehr Klarheit

Du möchtest herausfinden, was hinter deinen Schwierigkeiten steckt – und etwas daran verändern? Ich begleite dich therapeutisch, online und ganz individuell. Am Anfang steht dabei eine sorgfältige Diagnostik, bei der wir unterschiedliche Ursachen in den Blick nehmen.

Im Rahmen meiner Privatpraxis für Psychotherapie werden die Kosten in der Regel von privaten Krankenversicherungen, Beihilfe und Heilfürsorge übernommen. Alle Infos dazu findest du hier. Eine Abrechnung über die gesetzliche Krankenversicherung ist nicht möglich. Du kannst auch als Selbstzahler:in starten.

Svenja Adamek Portrait


Häufige Fragen

Nein. ADHS beginnt immer in der Kindheit. Viele Menschen erfahren aber erst als Erwachsene davon, weil ihre Symptome früher übersehen oder anders erklärt wurden.

Das ist möglich. Depressionen gehören zu den häufigsten Begleiterkrankungen von ADHS, und manchmal wird zunächst nur die Depression erkannt. Wenn deine Konzentrationsprobleme schon lange vor der Depression da waren, lohnt sich eine genauere Abklärung.

Nein. ADHS ist eine gut erforschte neurobiologische Entwicklungsstörung. Dass heute mehr Erwachsene eine Diagnose bekommen, liegt vor allem daran, dass ADHS bei Erwachsenen – und besonders bei Frauen – lange übersehen wurde. Gleichzeitig zeigen die vielen ähnlichen Krankheitsbilder, wie wichtig eine sorgfältige Diagnostik ist.

Sie können dir eine erste Orientierung geben, mehr aber nicht. Viele der Fragen treffen auch auf Depression, Ängste oder Stress zu. Für eine Diagnose braucht es aber ein ausführliches Gespräch, standardisierte Fragebögen und einen Blick auf deine Lebensgeschichte.

Psychologische Psychotherapeut:innen sowie Fachärzt:innen für Psychiatrie oder Neurologie. Nicht alle Praxen bieten ADHS-Diagnostik an, deshalb lohnt sich eine gezielte Nachfrage.


Quellen

Noch mehr

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